Osteoporose – Therapie und Prävention

Osteoporose – umgangssprachlich „Knochenschwund“ genannt – ist ein Volksleiden. Alleine in Österreich sind ca. 700.000 Menschen davon betroffen. In vielen Fällen kann Osteoporose erfolgreich behandelt werden, vorausgesetzt sie wird rechtzeitig erkannt.

Wissenswertes über Osteoporose in Österreich

Osteoporose erkennen und vorbeugen - Actavis

Osteoporose ist eine schleichende Erkrankung des Knochen-Stoffwechsels - die knochenbildenden Zellen arbeiten mit zunehmendem Alter weniger aktiv. Die Erkrankung wird oft erst spät erkannt. Und zwar dann, wenn bereits erste Beschwerden oder Brüche auftreten. Aufgrund der demografischen Entwicklung und des modernen Lebensstils ist die Zahl der Osteoporose-bedingten Knochenbrüche stark ansteigend. Am häufigsten betroffen sind Frauen ab dem 50. Lebensjahr.

So beugen Sie Osteoporose vor

1. Regelmäßige Untersuchungen

Zu den Hauptmerkmalen von Osteoporose zählen der chronische Charakter der Erkrankung und der fließende Übergang von der Prävention zur Therapie. Das Wichtigste: die regelmäßige Untersuchung und rechtzeitige Abklärung bei Verdacht auf Osteoporose. Insbesondere gilt die Empfehlung einer Vorsorge-Untersuchung für die Risikogruppe von Frauen ab dem 50. Lebensjahr.

Die Abklärung bedarf einer gewissenhaften Untersuchung, die folgendes beinhaltet:

  • Erhebung der Krankenvorgeschichte
  • klinische Krankenuntersuchung
  • Blutuntersuchungen
  • Einsatz von bildgebenden Verfahren

2. Risikofaktoren minimieren

Osteoporose kann zum einen genetisch bedingt sein. Zum anderen kann sie durch Faktoren wie mangelnde Bewegung, Rauchen, Vitamin D- oder Kalziummangel begünstigt werden. Genau diese Faktoren lassen sich durch einen gesunden Lebensstil verringern. [1]

Der Patient als zentraler Teil des Therapieerfolgs

Oberste therapeutische Gebote sind die frühzeitige Erkennung der Erkrankung sowie die Vermeidung von Knochenbrüchen. Die Einnahme von Medikamenten ist wichtig, aber alleine nicht genug. Ein hohes Maß an Eigenverantwortung und die aktive Mitarbeit des Patienten sind für eine erfolgreiche Behandlung unerlässlich.

In jedem Fall gilt: Bei einer Osteoporose-Therapie handelt es sich um eine Langzeittherapie, bestehend aus sieben Säulen.

Die 7 Säulen der Osteoporose-Therapie:

  1. Basistherapie
  2. Osteoporosespezifische medikamentöse Therapie
  3. Schmerztherapie
  4. Sturzprophylaxe
  5. Körperliches Training
  6. Rehabilitation
  7. Selbsthilfe

 

Alle therapeutischen Schritte haben eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen als zentrales Ziel. Im Kontext Selbsthilfe stehen Achtsamkeit auf das eigene Wohlbefinden und das Stärken der eigenverantwortlichen wie gemeinsamen (mit Familie, sozialen Netzwerken) Bewältigung der Erkrankung im Zentrum. Große Unterstützung, breite Informationen und geschützten Raum zum Austausch bieten dazu viele Selbsthilfegruppen. [2]

Osteoporose wird sehr oft nicht richtig erkannt oder die Auswirkungen des "Knochenschwunds" unterschätzt. Dabei können Frauen und Männer jeden Alters betroffen sein [3]. Nutzen Sie die Informationen und das Fortbildungsangebot unter Gesundheit im Fokus für breite Information und zum Finden der individuell passenden Therapie und Prävention!

Quellen:

[1] MINI MED (2014): Ernährung bei Osteoporose. Online unter minimed.at

[2] Osteoporose Selbsthilfe Österreich (2019): Keine Chance für Osteoporose. Online unter osteoporose-selbsthilfe.org

[3] Aktion gesunde Knochen - ÖGG (2019): Osteoporose Patienteninformation. Online unter  aktiongesundeknochen.at

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