Bluthochdruck im Fokus

Ursachen, Symptome und Therapie

Jeder vierte Mensch in Österreich leidet an Bluthochdruck. Obwohl in Umfragen fast 100 Prozent der Befragten Hypertonie als ernste Erkrankung bezeichnen, kennen nur 50 Prozent ihren eigenen Blutdruckwert.[1]

Bluthochdruck: Zahlen und Fakten

In Österreich leidet jeder Vierte an zu hohem Blutdruck, im höheren Lebensalter ist es sogar jeder Zweite. Zahlreiche Studien zeigen, dass vor allem der Lebensstil und die erblichen Anlagen Hypertonie begünstigen. Insbesondere die Risikofaktoren Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung, Übergewicht und Stress sind durch eigenverantwortliches Handeln veränderbar.[2]

Gefäße und Organe unter Dauerdruck[3]
Kurzzeitig erhöhte Blutdruckwerte bei Anstrengung oder Aufregung sind normal, dauernd erhöhte Werte hingegen krankhaft. Gefäße und Organe, die unter erhöhtem Druck stehen, versuchen in den ersten Jahren durch einen Umbau und eine Verstärkung der Gefäßwand dem hohen Blutdruck standzuhalten. Dies gelingt jedoch nicht auf Dauer und - oft uncharakteristische - Symptome können bemerkbar werden. Bei chronisch erhöhtem Druck kommt es zu schweren Gefäßveränderungen (Atherosklerose) aller arteriellen Gefäße und einer Verdickung der Herzwand. Dies führt bei Nichtbehandeln oft zu Herzinfarkt, Herzschwäche, Gefäßverschlüssen, Nierenversagen und Schlaganfall.

Vererbung und ungesunder Lebensstil[2]

In den meisten Fällen kann bei Menschen mit einer Bluthochdruckerkrankung keine nachweisbare organische Ursache festgestellt werden. Als Gründe werden hauptsächlich erbliche Faktoren und ein ungesunder Lebensstil vermutet. Man spricht hierbei von „essentieller Hypertonie“(primärem Bluthochdruck).

Galten früher Werte von 140/90 als noch normal, so wird auf Grund der neuen Erkenntnisse für diesen Wertebereich nun der Begriff der „Prähypertension“ - also der „Vor-Bluthochdruck-Phase“ - eingeführt. Dieser neue Begriff verfolgt das Ziel, Menschen in einer frühen Phase der Hypertonie zu erfassen sowie die drohende Hypertonie-Erkrankung mit all ihren Folgen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt rechtzeitig in den Griff zu bekommen. Und zwar nicht durch eine medikamentöse, sondern durch eine Lebensstil-Therapie.

  oberer BD-Wert (mmHg) unterer BD-Wert (mmHg)
optimaler Blutdruck < 120 < 80
normaler Blutdruck 120 - 129 und/oder 80 - 84
erhöht normal 130 - 139 und/oder 85 - 89
Blutdhochruck Grad 1 140 - 159 und/oder 90 - 99
Bluthochdruck Grad 2 160 - 179 und/oder 100 - 109
Bluthochdruck Grad 3 ≥ 180 und/oder > 110
isolierter Bluthochdruck des oberen Wertes ≥ 140 und > 90
Anmeldeformular

Literatur

[1] http://www.apotheker.or.at/Internet/OEAK/NewsPresse.nsf/1bd86a866fd269b5c1256d21002d53da/b4eddc64e4dcbdbec1256f2c005b8d8e

[2] https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/herz-kreislauf/bluthochdruck/hypertonie-diagnose

[3] http://www.apotheker.or.at/Internet/OEAK/NewsPresse.nsf/1bd86a866fd269b5c1256d21002d53da/b4eddc64e4dcbdbec1256f2c005b8d8e