Demenz im Fokus

Formen, Symptome und Therapiekonzepte

Demenz schleicht sich häufig unbemerkt in den Alltag der Erkrankten ein. Zu Beginn sind es Kleinigkeiten: Eine vergessene Verabredung, ein verlorener Schlüssel, eine verlegte Brille. Erkrankt ein Mensch an Demenz, so bleibt das zu Beginn meist unbeachtet. Doch gerade die frühe Diagnose und Therapieeinleitung sind für die Verlangsamung des Krankheitsverlaufes und die Sicherung der Lebensqualität besonders wichtig.

Demenz: Zahlen und Fakten[1]

Aktuellen Schätzungen zufolge leben in Österreich etwa 130.000 Personen mit Demenz. Aufgrund der kontinuierlich steigenden Lebenserwartung in der Bevölkerung wird sich dieser Anteil bis zum Jahr 2050 verdoppeln. Warum? Weil die Wahrscheinlichkeit, dass eine dementielle Erkrankung auftritt, mit zunehmendem Alter steigt.[2]

Bei Demenz handelt es sich um eine komplexe Erkrankung. Am Beginn der Krankheit stehen Symptome wie Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der Merkfähigkeit, in ihrem weiteren Verlauf verschwinden auch eingeprägte Inhalte des Langzeitgedächtnisses, so dass die Betroffenen zunehmend ihre im Laufe des Lebens erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten verlieren. Aber Demenz geht weit über eine einfache Gedächtnisstörung oder den Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit hinaus: Demenz zieht das ganze Sein des Menschen in Mitleidenschaft, ebenso seine Wahrnehmung, sein Verhalten und sein Erleben.

Obwohl Demenz bis heute nicht heilbar ist, hat die Forschung bedeutende Fortschritte erzielt. Diese erlauben es, Menschen mit Demenz mit evidenzbasierten Methoden zu behandeln, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen und die Lebensqualität der Erkrankten zu verbessern. 

Die Beeinträchtigung der gesamten Persönlichkeit, die eine Demenzerkrankung mit sich bringt, hat über lange Zeit hinweg zu einem „Klima der Angst“ und einer Tabuisierung der Demenz geführt. Deshalb kommt auch bei diesem Krankheitsbild der Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung eine bedeutende Rolle zu.

Anmeldeformular

Literatur

[1] Österreichischer Demenzbericht 2014

[2] Von den 60-Jährigen ist nur jeder Hundertste betrof­fen, von den 80-Jährigen dagegen jeder Sechste, und von den 90-Jäh­rigen sogar nahezu jeder Zweite.