Ursachen, Symptome und Selbsttest

Depression als Herausforderung - Service von Actavis

Depression: Ursachen[1]

Stress, Krisen oder Krankheiten können Auslöser einer Depression sein. Welche Rolle dabei erbliche, neurobiologische und umweltbedingte Faktoren spielen, ist individuell höchst unterschiedlich und im Einzelfall nicht leicht zu beantworten.

Die genetische Veranlagung, Störungen des Gehirnstoffwechsels sowie bestimmte lebensgeschichtliche, psychosoziale, interpersonelle und Persönlichkeitsfaktoren können per se oder in Kombination entscheidend zu einer depressiven Erkrankung beitragen.

Chronische Belastungen, belastende Lebensereignisse oder ein schweres Trauma erhöhen die Wahrscheinlichkeit an einer Depression zu erkranken.

Depression: Symptome[1]

Einer Depression gehen oft unspezifische Frühsymptome voraus, d. h. Anzeichen, die auch auf verschiedene andere Erkrankungen hinweisen könnten. Diese Vorboten können ohne Anlass, oder aber als Reaktion auf belastende Ereignisse auftreten und sich langsam über Wochen oder Monate zu einer depressiven Phase ausweiten. Mögliche erste Anzeichen sind:

  • Schlafstörungen
  • Schmerzen (z. B. unspezifische Kopf- oder Bauchschmerzen)
  • ständige Müdigkeit, Energiemangel
  • nachlassendes sexuelles Interesse
  • Reizbarkeit, Angst
  • zunehmende Lustlosigkeit, Apathie
  • missmutige Stimmungslage
  • Appetitlosigkeit

Ein Großteil der Patienten kann Beschwerden anfangs nicht einordnen und ist sich nicht bewusst, dass es sich um eine seelische Störung handelt. Häufig gehen Patienten zu Beginn einer depressiven  Phase mit uncharakteristischen Symptomen wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder schlechter Laune zum Arzt. Einige Betroffene schildern ihre Gemütslage als Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Apathie. Andere Patienten fühlen sich in depressiven Episoden innerlich leer oder auch gefühllos - unfähig, in gewohnter Weise auf freudige oder bedrückende Ereignisse zu reagieren.

Betroffene verlieren ihren Antrieb sowie ihr Interesse und ihre Freude am Leben, sind ständig müde. Ihr Alltag ist geprägt von Energie- und Lustlosigkeit. Typisch ist außerdem, dass sich die Betroffenen zu allem zwingen müssen - anfangs nur zu aufwändigeren und ungeliebten, später aber auch zu normalerweise leichteren und angenehmen Tätigkeiten. Sie verfolgen keine Ziele mehr und vernachlässigen ihre Familie, den Beruf und oftmals sogar sich selbst bei alltäglichen Verrichtungen wie Nahrungsaufnahme und Hygiene. Bei 70 bis 80 Prozent der Patienten tritt die Depression in Verbindung mit Angstgefühlen auf. Wird einmal die richtige Diagnose gestellt, so ist die Depression mit modernen Therapiekonzepten gut behandelbar.

Depression: Selbsttest[2]

Dieser Selbsttest wurde von der Weltgesundheitsorganisation WHO entwickelt und gibt Ihnen eine erste Einschätzung über Ihr Stimmungstief. Bitte beachten Sie aber: Er ersetzt keine Diagnosestellung durch den Arzt![3]

Nutzen Sie den direkten Download des PHQ-9 Formular gleich hier.

Diagnostisches Verfahren in der Praxis

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Literatur

[1] Hohagen F., Nesseler T. (2006). Wenn Geist und Seele streiken. Handbuch Psychische Gesundheit. Mit einem Vorwort von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. 2006.

[2] Angelehnt an die deutsche Übersetzung des „Patient Health Questionnaire (PHQ-9)“ durch B. Löwe, S. Zipfel und W. Herzog, Medizinische Universitätsklinik Heidelberg.

[3] Kasper S., Lehofer M., Doering S., Geretsegger C., Frey R., Haring C., Hausmann A., Hofmann P., Jelem H., Kalousek M., Kapfhammer H.P., Klier C., Oberlerchner H., Rados C., Rothenhäusler H.B., Sachs G.M, Praschak-Rieder N., Psota G., Rainer M., Windhager E., Winkler D., Wrobel M. (2012). Depression – Medikamentöse Therapie. CliniCum neuropsy. Sonderausgabe November 2012.