Depression im Fokus

Ursachen, Symptome und Therapiekonzepte

Depression ist eine weitverbreitete und ernstzunehmende psychische Erkrankung, die sich in zahlreichen - oft missinterpretierten - körperlichen Beschwerden äußern kann. Frühe Diagnose und Therapie sind wie bei allen Erkrankungen des Zentralnervensystems auch bei Depression besonders wichtig. Informationen über Ursachen, Symptome und Therapiekonzepte finden Sie hier.

Depression: Zahlen und Fakten[1]

In Österreich verdeutlicht eine Statistik der Universität Wien den großen Optimierungsspielraum in der Depressionsbehandlung:
Rund fünf Prozent, also 400.000 Österreicher, leiden unter Depression, 250.000 von ihnen befinden sich in hausärztlicher Behandlung, bei etwa 130.000 ist Depression als Erkrankung tatsächlich diagnostiziert; optimal behandelt werden hingegen nur maximal 36.000 Betroffene.

Woran liegt das? Einerseits suchen viele der Betroffenen aus Unwissenheit, Verdrängung oder aus Schamgefühl keinen Arzt auf. Andererseits werden Depressionen aufgrund ihres vielfältigen Erscheinungsbildes auch vom Hausarzt häufig nicht erkannt. Denn neben medizinischem Fachwissen braucht es viel an psychiatrischer Erfahrung, um eine Depression schnell und sicher zu diagnostizieren.[2]

Wird einmal die richtige Diagnose gestellt, so ist die Lage alles andere als aussichtslos. Mehr als 80 Prozent der Erkrankten kann mit modernen Behandlungsmethoden geholfen werden. Deshalb kommt der Sensibilisierung und Aufklärung der Bevölkerung eine bedeutende Rolle zu, denn: Eine Depression kann jeden treffen, jederzeit. Unabhängig von Alter, Geschlecht und sozialem Status.

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Literatur

[1] Kasper S., Lehofer M., Doering S., Geretsegger C., Frey R., Haring C., Hausmann A., Hofmann P., Jelem H., Kalousek M., Kapfhammer H.P., Klier C., Oberlerchner H., Rados C., Rothenhäusler H.B., Sachs G.M, Praschak-Rieder N., Psota G., Rainer M., Windhager E., Winkler D., Wrobel M. (2012). Depression – Medikamentöse Therapie. CliniCum neuropsy. Sonderausgabe November 2012.

[2] Hohagen F., Nesseler T. (2006). Wenn Geist und Seele streiken. Handbuch Psychische Gesundheit. Mit einem Vorwort von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. 2006.