Viele körpereigene Botenstoffe z. B. Hormone, aber auch körperfremde Stoffe wie Arzneimittel vermitteln ihre Wirkung über R.en. Voraussetzung dafür ist, daß das Hormon (bzw. der Wirkstoff) in seiner äußeren (Molekül-) Form genau der Form des R.s entspricht (etwa wie Schlüssel und Schloß). Unterschiedliche Hormone oder Medikamente vermitteln ihre Wirkung (aufgrund ihrer unterschiedlichen "Form") über unterschiedliche R.en. Durch die Bindung des Hormons an seinen R. werden Veränderungen ausgelöst (z. B. der Aufbau eines Proteins), die letztlich die Wirkung des Hormons ausmachen. Sehr viele R.en sitzen auf dem Äußeren von Zellen. Andere R.en liegen im Inneren der Zelle. Diese R.en binden vor allem an fettlösliche, kleine Hormone, z. B. Steroidhormone. Einige Medikamente vermitteln ihre Wirkung, indem sie an Hormon-R.en binden. Dabei können sie entweder dieselbe Wirkung wie das Hormon entwickeln. Dies wird als "agonistische Wirkung" bezeichnet. Andere Medikamente wirken, indem sie durch ihre Bindung an den R. das Hormon daran hindern, an den R. zu binden (im Beispiel wäre das Schlüsselloch versperrt). Dadurch wird auch die eigentliche Hormonwirkung unterbunden. Diese Wirkungsweise wird "antagonistisch" genannt.