Bei der Blutbildung unterscheidet man im wesentlichen die der roten (Erythrozyten) und weißen Blutkörperchen (Leukozyten) sowie der Blutplättchen (Thrombozyten). Die Bildung erfolgt v. a. im Knochenmark, aber auch in den Lymphknoten. Dabei kann die Bildung jeder der verschiedenen Arten unabhängig voneinander gestört sein. Es gibt demnach sehr viele verschiedene Störungen der Blutbildung. Es können einerseits zu wenige Zellen eines bestimmten Types gebildet werden. Andererseits können sie eine veränderte Zusammensetzung haben und deshalb früher altern, schneller abgebaut werden oder nicht funktionstüchtig sein. Sind die roten Blutkörperchen betroffen, steht die sogenannte Blutarmut (Anämie) im Vordergrund mit Schwindel, schnellem Puls und Abgeschlagenheit. Bei Störung der weißen Blutkörperchen ist oft die Abwehr gegen Infektionskrankheiten vermindert. Wenn die Blutplättchen, die für die "Verklebung" von Wunden zuständig sind, vermindert sind, kommt es zu schlechter Blutstillung und u. U. zu Hautblutungen (stecknadelkopfgroße, rote Flecken in der Haut). Ursachen für die Störung der Blutbildung können sehr vielfältig sein: z. B. Erbkrankheiten, Vergiftungen, radioaktive Strahlung oder verschiedene Medikamente.