Gicht ist eine Krankheit, bei der der Patient zunächst meist keine Beschwerden hat, aber die Harnsäure im Blut erhöht ist. Wenn diese erhöhte Harnsäure Kristalle bildet, die sich in den Gelenken ablagern, kommt es zu einem Gichtanfall. In den meisten Fällen kommt dieser Anfall nach örtlicher Abkühlung, nach Anstrengung, übermäßigem Alkoholgenuß - vorwiegend nachts - und betrifft v. a. das Gelenk der großen Zehe. Er ist mit heftigen Schmerzen verbunden, wobei das Gelenk hochrot, oft teigig geschwollen, heiß und sehr druckschmerzhaft ist. Bei 50% wird die Krankheit chronisch, wobei sich die Gelenke verformen, sich Gichtknoten (z. B. an der Ohrmuschel) bilden und innere Organe geschädigt werden können. Harnsäure kann sich aber auch in Adern ablagern und zur Entwicklung einer Arterienverkalkung beitragen.