Unter H. versteht man einen erhöhten Gehalt von Bilirubin im Blut. Bilirubin ist ein gelbbraun-rötlicher Gallenfarbstoff. Bilirubin entsteht in der Leber und ist ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin). Ein erhöhter Wert im Blut weist auf eine Leberkrankheit (Ikterus) oder auf vermehrten Blutzerfall (Hämolyse) hin. Eine H. tritt auch bei Neugeborenen auf. Nahezu jedes Neugeborene hat zwischen dem 2. und 5. Tag des Lebens eine vorübergehende H. Vor der Geburt erfolgt die Entsorgung des Bilirubins über die Plazenta. Nach der Geburt muß das Neugeborene das Bilirubin selbst entsorgen, dazu fehlt ihm jedoch zu Anfang das Enzym (Bilirubin-UDP-Glucuronyltransferase), das erst einige Tage nach der Geburt eine ausreichende Aktivität entfaltet.