Lipoproteine sind Transporteinheiten, um die mit der Nahrung aufgenommenen Fette, aber auch fettlösliche Vitamine, im Blut zu transportieren. Die Fette (Lipide) werden in der Leber oder im Darm an bestimmte Eiweiße (Apoproteine) gebunden. Es gibt verschiedene Lipoproteinklassen (Chylomikronen, VLDL, LDL, HDL; s. a. Blutfettspiegel), die in ihrer Größe und Zusammensetzung variieren. Wichtig ist auch ihr unterschiedlicher Gehalt an Cholesterin und Triglyceriden. Ist die Konzentration an Lipoproteinen im Blut erhöht, spricht man von Hyperlipoproteinämie. Es gibt eine angeborenen Form der Erkrankung und eine durch Erkrankung erworbene H. z. B. bei Diabetes mellitus. Aber auch zu fettreiche Mahlzeiten, Bewegungsmangel oder Rauchen können zu einer Vermehrung der Lipoproteine führen. Durch Behandlung der Grunderkrankung (Diabetes mellitus) oder ggf. eine Diät bzw. Gewichtsreduktion kann die H. behandelt werden. Bei unzureichendem Erfolg müssen Medikamente (Lipidsenker) angewendet werden.