1. Begriff in der Immunologie (= Lehre von den biologischen Abwehrreaktionen des Organismus), s. a. Immunsuppression. Der Körper erwirbt sich im Laufe der Zeit eine spezifische Unempfindlichkeit (Immunität) gegenüber bestimmten Krankheiten (z. B. Kinderkrankheiten wie z. B. Mumps, Masern usw.). Dies wird erreicht, indem der Körper auf chemische Substanzen oder Mikroorganismen (= Antigene) mit der Bildung von Abwehrstoffen, sog. Antikörpern reagiert. Antigene (Viren, Eiweiß-Stoffe, Bakterien) lösen (induzieren) die Bildung von Antikörpern aus. 2. Begriff in der Biochemie (= Lehre von den chemischen Vorgängen im lebenden Organismen). Gemeint ist hierbei die I. von Enzymen (Enzyminduktion), d. h. die Auslösung bzw. Verstärkung ihrer Tätigkeit. Auch können Arzneistoffe zu einer Verstärkung (Induktion) von Stoffwechsel-Vorgängen führen. Ein Beispiel für Enzym-I. ist auch bei der Hyperbilirubinämie des Neugeborenen gegeben.